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fearGewiss würde ich Euch lieber die Geschichte vom kleinen weißem Häschen erzählen, das gemütlich auf der Wiese rumsitzt und eine Möhre mümmelt. Ich würde farbenfroh ausmahlen wie glücklich das Häschen da auf seiner grünen Wiese ist. Nur da gibt es ein Problem, das Häschen ist nicht da. Es hat Angst vor dem bösen großen grauen Wolf bekommen und ist davongelaufen. Blöde Sache, nicht wahr?

Morgen ist nun der Tag an dem ich nach Erfurt fahre. Facharzttermin. Auch wenn ich weiß das, das was im Raum steht nicht das Ende vom Laufen sein muss, fühle ich mich etwas als wenn ich morgen auf dem Schafott müsste. Auf der einen Seite ist da das Hoffen auf ein Ende der Probleme. Auf der anderen Seite schwingt, doch eine gewisse Angst mit, Angst davor, dass es nach dem Motto „Und der Herr sprach: ‚Hab keine Angst, es könnte schlimmer kommen.‘ Und sie hatten keine Angst und es wurde schlimmer.“ läuft.

vivo uhrDie sogenannten Fitnesstracker sind offensichtlich ein Wachstumsmarkt. Kaum irgendwo gibt es mehr Wettbewerber die neu dazukommen und es gibt wohl neben Handys derzeit nur wenige Sparten wo kurzfristig neue Modelle auf dem Markt kommen.

Ich habe über 4 Wochen die Garmin Vivosmart HR getestet. Das Flaggschiff aus dem Hause Garmin was – das HR deutet es an – auch die Herzfrequenz messen kann. Diese wird dabei nicht über einen Brustgurt, sondern augenscheinlich über einen Lichtimpuls von der Uhr direkt am Handgelenk gemessen. Zur Qualität der Werte komme ich aber später.

Ausgepackt habe ich den Tracker erstmal aufgeladen. Das Ladekabel lässt sich per USB anschließen und hat einen speziell geformten Clip zum einrasten des Geräts. Dier ist es schon wichtig, den Ladeclip richtigrum einzuklipsen, dann liegt die Uhr sicher und lädt brav. Verdreht lädt die Uhr zwar auch, es sieht sicher auch hübsch aus wie die Uhr in der Halterung steckt aber es besteht erhöhtes Rausfallpotential.

strassenwirrwarrKennt Ihr diesen riesengroßen Bahnhof, wo so viele Züge fahren? Rein, raus, durch, vor und zurück. Jeder Bahnhof hat aber auch einen Zug der nicht fährt. Er steht einfach nur da und das war es dann. Ein Prellbock, das Gleis geht nicht weiter. Fahrt beendet, bis auf Abruf. Derzeit habe ich das Gefühl der Zug der auf diesem Gleis steht und wartet und wartet bin ich.

Stolz ohne Probleme über den Winter gekommen zu sein, zieht sich seit Wochen nun eine Seuche hin. Erst eine Entzündung in den Armen, dann Übergang in die Frühlingsallergie mit Etagenwechsel, wie es die Ärzte so Gefühlvoll nennen. Etagenwechsel, das klingt so bisschen als wenn der freundliche Nachbar mit Kaffee und Kuchen vorbeikommt und einem so im neuem Haus begrüßt.

In Realität heißt dieser Etagenwechsel aber nichts Gutes. Er macht Probleme, genauso wie das stehen auf dem Abstellgleis. Man könnte nun sagen sporadisches Lauftraining ist besser als gar keins. Das sind doch alles Durchhalteparolen. Parolen die sich oft wenige Tage später, wenn das nächste Training wieder nicht so lief, als die große Luftblase aus einer Pustefix-Dose erwiesen. Irgendwann machst Plopp und die Blase ist weg. Eine kleine Pfütze, oft nicht mehr als paar Spritzer auf dem Fußboden.

Gerne würde ich darüber berichten wie ich gut Geschlafen und mich brav meiner Melatonin-Ausschüttung hingegeben habe. Nur den Bericht über brav träumende Kinder findet ihr im Blog des Sandmannes 778 Megabyte rechts neben meinem Blog. Dieser ist auch mit auf güldenen Sand dahinschwebenden Delphinen, Einhörnern und Dinosauriern dekoriert.

Nein, meine Nacht war nicht gut. Auch wenn eigentlich alles so gut anfing. Statt laufen habe ich die Hanteln ausgepackt und Training mit Gewichten gemacht. Ist zwar nicht wirklich mein Ding, aber zum Ausgleich auch mal was Anderes.

Nebenbei räumte ich auf, ein und um, füllte Waschmaschine und Trockner um. Gönnte meinen Füßen ein Fußbad und sah noch eine Dokumentation. Alles in allem ein recht langweiliger Abend. Ich hatte meine Computer in den Nachtbetrieb geschickt. Alles war gut.

Es passt irgendwie alles zusammen. Negative Diagnose die doch genug Hoffnung lässt, Trainerauszeit und die Zeit für den Marathon Berlin droht davon zu rennen. Langsam habe ich echt das Gefühl „Normal geht bei mir nicht.“

Seit Freitag gab es einen Telefonmarathon. Etwa drei Dutzend Ärzte wegen Termin belästigt – so fühlte man sich zumindest, wenn man mit manchen Sprechstundenhilfen sprach – und nun steht heute in drei Wochen endlich ein Termin. Traurig aber wahr: bis auf einem weiteren Arzt im Juli, hätte ich bei den anderen Ärzten erst im Oktober einen Termin bekommen, bei einer Ambulanz einer Fachklinik erst im November. Vier bis fünf Monate Wartezeit auf einem Termin, normal ist das nicht.

Die positive Nachrichtig, das ich seit etwa vier Wochen wieder fünfmal die Woche trainiere. Regelbetrieb quasi. Davon sind derzeit zwei Einheiten die Woche – meist Samstags und Sonntags Laufeinheiten, zwei Einheiten im Fitnessstudio gemischt mit Cardio- und Krafttraining und eine Einheit Heimtraining für Stabilität und Rücken. Hört sich richtig gut an, nicht wahr?

Ja, sollte es eigentlich auch. Und wenn wirklich alles in Ordnung wäre, wäre ich auch stolz darauf das das Training so regelmäßig stattfindet. Aber leider habe ich derzeit genügend Anlass zur Sorge.

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