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meissner 0Wenn man in einer Bruthitze von über 30 Grad läuft, wird man gerne schon mal als verrückt hingestellt. Ich habe mir abgewöhnt, wenn es so warm ist und die Sonne knallt laufen zu wollen. Ungesund für den Kreislauf. Ich schwitze dann so das rechts und links vom Weg die Pflanzen sprießen. Von potentiellen Hautschälungen wollen wir gar nicht erst sprechen.

Für meinen Teil bin ich froh, dass es Alternativen hat. Laufen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden oder man fährt auf dem Meißner, das ist ein etwa 750 m hoher Berg wo es oben in der Regel einige Gräder kühler ist als bei uns unten im Flachland.

Wer nun bergige Läufe erwartet, wird schnell enttäuscht. Den Meißner geht es steil hinauf, aber oben hat der Berg ein Hochplateau, wo abgesehen von ein paar Anstiegen – wir nennen es nordhessisch-flach – unangestrengtes Laufvergnügen möglich ist.

2011vs2016 600Ich saß im Dunkel an einem See und hörte den Fröschen zu. Auf einmal machte es Plopp und mein 2011er Pedant stand neben mir. Daraus wurde ein interessantes Gespräch. Ob mein altes Ich zufrieden ist oder Desillusioniert in seine Zeit zurückkehren wird?

Ein Fitnessstudio ist nur so gut wie die dort arbeitenden Trainer. Das ist auch der Grund, warum man bevor man sich für ein Studio entscheidet ruhig einen Probezeitraum vereinbaren sollte. Oft wird ein solcher sogar vom Studio angeboten. Wäre ich an Stelle der jungen Dame gestern gewesen, würde ich mir so manches nochmal überlegen.

Meine Mutter meinte nur „Willst Du Trainieren?“ Eigentlich war das keine Frage, es war eine Feststellung die das hinstellen der gelben Sportasche auf die Couch klarmachte. Handtuch, Sportschuhe, Reserveklamotten, Kopftuch, Kopfhörer… vollständig. Vermutlich sollte ich gar nicht ins Studio gehen, denn meine Wasserflasche saute beim anrühren meines Drinks erstmal die Jogginghose ein. Nochmal umziehen. Das sollte bestimmt die Aufwärmgymnastik sein.

FB IMG 1468737534078Sonntagmorgen, frische Brötchen, Kaffeeduft, Eier die vom Kochen noch heiß sind und Orangensaft. Ich glaube so ziemlich jeder hat seine Traumvorstellung von einem guten Frühstück. Dass was ich gerade aufgezählt habe, kommt für mich einem guten Frühstück sehr nahe. Das gab es in dieser Form schon länger nicht mehr.

Erst lief es Sonntag mehr richtig – zum Bäcker hatte ich mich aber trotzdem geschleppt… weil es nicht mir gut lief, lief es gar nicht mehr und das über ein paar Wochen und dann erstmal wegen neuen Medikamenten und den Körper die Chance geben wieder vom Dauerröcheln und Husten in den Normalmodus zu kommen. Eigentlich dürfte ich ja noch gar nicht, eigentlich müsste ich ja noch 1 ½ Wochen warten… Typisch Läufer mal wieder.

„Eigentlich könnte ich ja mal…“, so fing der Gedanke an der mich nach meiner Badehose suchen ließ. Eigentlich könnte ich ja mal wieder in die Therme nach Heiligenstadt fahren. Solewasserplantschen. Entsprannen, gymnastische Übungen im Wasser oder auf dem Blubberboard relaxen und vom Wasserdruck den Rücken massieren lassen.

Das eigentlich hatte ein Problem. Seit über einem Jahr war nun die Durchfahrt zwischen Frieda und Großtöpfer zu. Die eigentliche Umleitung verdoppelte gefühlt die Strecke und nachts auf diesen einspurigen Straßen im Wald fahren – was wenn einem da ein Auto entgegenkommt. Außen rum verdoppelt sich die reine Fahrzeit, zudem war unklar ob sich die Strecke fahren lassen würde, da auf der Strecke zwei Baustellen mit Totalsperrungspotential befanden.

Heute Morgen klingelte der Wecker und ich hatte recht schnell die frisch eingetroffenen Brooks Adrenaline an. Bei Brooks Adrenaline kann ich nichts falsch machen. Größe 11 ½ passt immer. Der Schuh ist in den verschiedensten Versionen meinen Füßen altbekannt. Und ich kann ausnahmsweise Mal danach aussuchen, welche Farbe ich am coolsten finde.

Diesmal waren die Brooks Adrenaline Orange in Orange gehalten. Die Schnürung war schnell eingestellt. Und es war glück, das mir vor dem Rausgehen noch einfiel mein Morgenspray zu nehmen. 25 – 30 Min. bis das Spray volle Wirkung entfacht. Die Wartezeit hatte ich nicht mit eingerechnet. Vielleicht muss erst der erste Gang morgens zum Wirkstoffspender zur Normalität werden.

Ich wollte meine neuen Schuhe ausführen, ich wollte nicht warten. Das war etwa so, wie als Kind wenn an Heiligabend man vor der Tür stand und das Glöckchen läutete, was einem sagte: „Das Christkind war da und hat die Geschenke gebracht.“ Da will man auch nicht warten und aus Sekunden werden gefühlt Tage.

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