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Home/Magazin/Autogrammsammeln - Basics/Ebay im Jahr 2026 – Der Auktionsmarkt im Wandel
Autogrammsammeln - BasicsSammlertips

Ebay im Jahr 2026 – Der Auktionsmarkt im Wandel

von Norbert Beck
28. Januar 2026 4 Min. Lesezeit
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Im Jahr 2021 haben wir einen Bericht zu Ebay veröffentlich, der nicht gerade Positiv klang. Unter dem Namen „Ebay heute – die Party ist vorbei“ hatten wir etliche damalige Missstände auf der Verkaufsplattform Nr 1 in Deutschland angeprangert. 2026 – fünf Jahre weiter und man wir fragen uns: Was hat sich getan?

Ebay heute – die Party ist vorbei

Man soll ja fair bleiben. Und fairerweise muss man sagen:
eBay hat in den letzten Jahre tatsächlich an einigen Stellen nachgebessert. Dinge, die 2021 noch zuverlässig für erhöhten Blutdruck sorgten, sind heute zumindest technisch entschärft. Das macht eBay nicht plötzlich sympathisch – aber es macht es schwieriger, sich ausschließlich aufzuregen.

Das ist kein Loblied.
Aber eben auch kein reiner Verriss mehr.

Kostenlos. Also wirklich kostenlos.

Beginnen wir mit dem Punkt, den man nicht kleinreden sollte:
Wer heute als Privatverkäufer bei eBay verkauft und dabei auf Werbeoptionen, Zeitplanung oder zusätzliche Bilder verzichtet, verkauft komplett kostenlos. Keine Einstellgebühren, keine Verkaufsprovision.

Für das klassische „Ausmisten“, eine Haushaltsauflösung, einen Nachlass oder einfach Dinge, die man nicht mehr braucht, ist das eine echte Verbesserung gegenüber früheren Zeiten. Gerade bei niedrigpreisigen Artikeln macht das einen erheblichen Unterschied.

Kurz gesagt:
Wer nichts extra will, zahlt auch nichts extra.

Das war schon mal anders. Und ja – das ist eine positive Entwicklung.

Die Zahlungsabwicklung: weniger Geduldstest, mehr Kontrolle

Auch bei der Zahlungsabwicklung hat sich einiges getan. Die große Zumutung aus dem Jahr 2021 – das wochenlange Warten auf das eigene Geld – ist Geschichte.

Heute läuft es anders:

  • Das Geld geht zunächst weiterhin an eBay
  • Eine automatische Auszahlung erfolgt nicht mehr
  • Der Verkäufer stößt die Auszahlung selbst an

Das klingt zunächst nach mehr Aufwand, ist in der Praxis aber ein Vorteil. Nutzt der Verkäufer eine von eBay angebotene Versandoption, erkennt eBay den Versandstatus automatisch. Sobald die Sendung als zugestellt gilt, kann man sich spätestens 48 Stunden später das Geld auszahlen lassen.

Kein endloses Warten mehr.
Keine schwammigen Zeitangaben.
Kein unfreiwilliger Kredit an eBay.

Man klickt. Man bekommt sein Geld.
So, wie man es eigentlich immer erwartet hätte.

Versandverlust? Nicht mehr automatisch dein Problem

Eine weitere Verbesserung betrifft die Haftung beim Versand. Nutzt man einen offiziellen eBay-Versanddienst, haftet eBay, wenn eine Sendung verloren geht.

Das ist ein echter Fortschritt.
Zumindest dann, wenn man sich exakt innerhalb der von eBay vorgesehenen Abläufe bewegt. Wer das tut, steht nicht mehr automatisch zwischen Käufer und Versanddienstleister und darf beide Seiten gleichzeitig beruhigen.

Natürlich gilt auch hier: außerhalb der vorgesehenen Optionen trägt man weiterhin das Risiko selbst. Aber im vorgesehenen Rahmen ist das eine spürbare Entlastung für Privatverkäufer.

Der Haken: Privat, aber bitte wie ein Händler

Parallel zu diesen Verbesserungen hat sich jedoch etwas anderes etabliert:
Der Privatverkäufer wird faktisch wie ein gewerblicher Händler behandelt – allerdings ohne dessen Möglichkeiten, Absicherungen oder Kalkulationsspielräume.

Formal kann man weiterhin Gewährleistung und Rückgaben ausschließen. Praktisch wird dieser Ausschluss jedoch durch den eBay-Käuferschutz relativiert. Meldet ein Käufer ein Problem – berechtigt oder nicht – steht eBay in der Regel auf Seiten des Käufers.

Die Folge:

  • Der Käufer erhält sein Geld
  • eBay behält den Betrag beim Verkäufer ein oder verrechnet ihn mit künftigen Einnahmen

Das Risiko liegt damit am Ende fast immer beim Verkäufer.
Unabhängig davon, ob dieser privat oder gewerblich handelt.

Man kann sich korrekt verhalten, sauber beschreiben, ordnungsgemäß versenden – und trotzdem derjenige sein, der den Schaden trägt. Das ist kein Dauerzustand, aber ein reales Restrisiko, das man einkalkulieren muss.

Kleinanzeigen: neuer Name, vertraute Richtung

eBay Kleinanzeigen wurde inzwischen abgespalten und heißt nur noch Kleinanzeigen. Formal haben beide Plattformen nichts mehr miteinander zu tun, in der Praxis ähneln sich manche Entwicklungen dennoch.

Die Monetarisierung wurde weiter vorangetrieben, kostenpflichtige Sichtbarkeit nimmt zu und die Abwicklung wird zunehmend strukturierter. Gleichzeitig hat sich das Klima verändert: Das frühere Flohmarktgefühl ist deutlich zurückgegangen.

Hinzu kommt eine spürbare Zunahme an Betrugsversuchen, was zu mehr Misstrauen auf beiden Seiten führt. Kleinanzeigen funktioniert weiterhin – aber es ist nicht mehr das entspannte Nebenbei-Verkaufen früherer Jahre.

Alternativen? Theoretisch ja.

Hood.de existiert weiterhin.
Mehr muss man dazu leider kaum sagen.

Die Plattform ist da, sie ist günstig, sie funktioniert technisch. Was fehlt, ist die Reichweite. Gerade bei Flohmarktartikeln, Sammlerware oder Nachlässen ist das Käuferinteresse überschaubar.

Wer ernsthaft verkaufen will, landet früher oder später wieder bei eBay. Nicht aus Begeisterung, sondern weil es kaum echte Alternativen gibt.

Transparenz statt Panik – Meldungen ans Finanzamt

Ein weiterer Punkt, der in den letzten Jahren hinzugekommen ist und oft für Unsicherheit sorgt, ist die Meldepflicht der Plattformen an das Finanzamt.

Plattformen wie eBay oder Kleinanzeigen sind verpflichtet, Verkäufe zu melden, wenn bestimmte Stückzahlen oder Umsatzgrenzen überschritten werden. Das geschieht automatisiert und betrifft viele Nutzer rein formal.

Wichtig dabei:
Eine Meldung ist keine Steuerforderung.

Haushaltsauflösungen, Nachlassverkäufe, Sammlungsauflösungen oder das Verkaufen von Dingen aus dem eigenen Besitz bleiben weiterhin steuerfrei, solange keine gewerbliche Tätigkeit vorliegt. Daran hat sich nichts geändert.

Eine Nachfrage vom Finanzamt bedeutet zunächst nur genau das: eine Nachfrage. Keine Unterstellung und keine automatische Steuerpflicht. In den meisten Fällen lässt sich das mit wenigen Angaben klären.

Man könnte sagen:
Der Staat schaut heute etwas genauer hin.
Aber er greift nicht automatisch zu.

Fazit: Es funktioniert – zu klaren Bedingungen

eBay ist heute besser als 2021.
Technisch stabiler.
Planbarer.
In vielen Punkten fairer.

Gleichzeitig ist eBay kein digitaler Flohmarkt mehr, sondern ein durchregulierter Verkaufsraum. Wer dort privat verkauft, tut das kostenlos und bequem – akzeptiert aber klare Regeln und ein gewisses Restrisiko.

Der schnelle Euro ist Geschichte.
Was bleibt, ist eine Plattform, die funktioniert.
Nicht perfekt. Nicht immer ausgewogen.
Aber mangels Alternativen oft die einzige realistische Option.

Und vielleicht ist genau das die treffendste Beschreibung von eBay heute.

Foto/Bild: canva PRO / Design: canva PRO & Norbert Beck


Hinweis zu Texten & Bildern
Die Interpunktion und Orthographie dieses Textes ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Rechtschreibregeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Mal im Ernst, jeder der schreibt macht mal irgendwann Fehler. Die Beiträge in diesem Magazin werden seit Anfang 2026 teilweise mit KI-Unterstützung erstellt – als Schreibhilfe, nicht als Ersatz für eigene Meinung, Erfahrung oder Recherche. Inhaltliche Verantwortung, Auswahl der Themen und redaktionelle Entscheidung liegen weiterhin beim Autor. Auch einige Beitragsbilder entstehen mit Unterstützung von KI, werden aber bewusst ausgewählt und angepasst.


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AutogrammhandelAutogrammsammlerebayeBayErfahrungenPrivatverkaufSammlermarktsammlungsauflösungstarautogramme
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Norbert Beck

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