Norbert Beck ist als 1973er Baujahr, so etwa mit 13, 14 Jahren zum Autogrammsammeln gekommen. Mit zu den ersten Autogrammen gehörten einige Bayern-Stars und das obwohl er eigentlich Fan eher den hessischen Fussball mochte.

So um die 1990er Jahre begann er eine kleine Sammlerzeitung – den Stargazer – herauszugeben. Einige Zeit später kam der leider viel zu früh verstorbene Rainer Hille aus Leipzig und Thomas Münch aus Stolberg auf ihn zu um eine Autogrammsammlervereinigung nach Vorbild der IG der Nadelsammler aufzubauen. So gehörte er neben den zwei vorgenannten und Patrick Parzefall zu den Gründungsmitglieder des Autogrammsammler-Vereins von 1994 und zum Redaktionsteam der ASV-Post.

Schon kurz nach der Gründungsversammlung kam es zu einer Spaltung. Einige Sammler hatten den Eindruck, das eine kommerzielle Schiene besser für alle Beteiligten wäre, als ein Verein – wohlmöglich noch im Zusammenhang mit einer Gemeinnützigkeit. In diversen rechtlichen Auseinandersetzungen verlor der Verein leider sowohl den Vereinsnamen, als auch den Namen der Zeitung.

Allerdings ließ man sich nicht entmutigen und brachte noch im selben Jahr eine Neugründung unter den Namen Club der Autogrammsammler von 1994 oder kurz CdA’94 – mit samt Vereinspostille Autogramm-Post auf den Weg.

Durch die Arbeit Norbert Becks machte der Verein dem kommerziellen Ableger mehr und mehr Konkurrenz. So belieferte man recht bald die Videotext-Redaktionen der privaten Sender SAT1, PRO7, RTL und RTL2 mit Autogramm-Adressen. In mehreren Rundfunkbeiträgen für den WDR, HR und RBB war Norbert Beck zu Gast, genauso wie beim der ARD-Sendung “ARD-Buffet” im Fernsehn.

Während die kommerzielle Konkurrenz zerfiel und sich am Ende selbst zerlegte, erreichte die Autogramm-Post in der Blütezeit etwa 2.500 Leser, Quartal für Quartal.

In den frühen 2000er Jahren wurde er dann auch Mitglied der “Arbeitsgemeinschaft der Autographensammler” und kandidierte für einen Posten im erweiterten Vorstand des Vereins. Durch Verrat und einiger Intrigen verließ Norbert Beck gemeinsam mit der restlichen Delegation des CdA’94 die Mitgliederversammlung. Streitpunkt waren die Themen zusammenarbeit der “Arbeitsgemeinschaft für Autographensammler” und dem “Club der Autogrammsammler”, das Händler ihren Einfluss bei der Arbeitsgemeinschaft erhöhten und der Umgang mit Fälschungen, wo einige Händler glaubten das Monopol für die Entscheidung, ob ein Autogramm echt oder nicht sei, zu haben.

Nach fast 17 Jahren – mit etwa zweijähriger Unterbrechung – als zweiter Vorsitzender und Redakteur der Vereinszeitung verließ Norbert Beck 2010/2011 dann den Club der Autogrammsammler, sowohl wegen persönlicher Differenzen in der Ausrichtung als auch gesundheitlichen Gründen.

Sammlertechnisch war er mittlerweile ein Universalsammler zwischen allen Sparten geworden, seine Lieblinsstücke waren persönliche Stücke von Dieter Hallervorden und seine STARTREK-Sammlung.

Drei bis viermal pro Jahr war er auf Autogramm-Börsen zu Gast, was er mit seinem letzten Besuch bei der Autogramm-Börse in Düsseldorf beeendete.

Seit 2015 löst er erst einen Teil der Autogrammsammlung auf, seit 2020 hat er die meisten Stücke – bis auf einige persönliche Autogramme – freigeben und gibt diese nach und nach ab. Im Jahr 2021 reaktivierte er seine Homepagepage starautogramme.de, wo er andere Sammler an Informationen, Tipps und Tricks aus 25 Jahren Autogrammsammeln teilhaben lässt.

Foto: canva/pro – Bearbeitung & Texte: canva/pro und Norbert Beck